Kölner Stadtanzeiger berichtet am 11.04.2018: „Bunt im Block“ vor dem Aus

Auf der ersten Seite im Lokalteil steht: „Das Ordnungsamt will das neue Viertelsfest in der Südstadt „Bunt im Block“ offenbar nicht genehmigen. Weil einige hundert gültige Unterschriften gegen das Fest gesammelt worden sind, könne es nicht stattfinden, teilte ein Vertreter der Verwaltung in der Fraktionsvorsitzendenbesprechung der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt mit. Man gehe von rund 300 gültigen Unterschriften aus. Ein positives Votum für das Fest, das in der nächsten Sitzung der BV fallen könnte, werde nicht bindend sein.

„Wer definiert in dieser Stadt, was im öffentlichen Interesse ist und was nicht?“, zürnt Bezirksbürgermeister Andreas Hupke von den Grünen. Er gehört zu den Befürwortern des Nachbarschaftsfestes, das ähnlich wie der erfolgreiche „Tag des guten Lebens“ aussehen sollte. Die Argumentation der Verwaltung ermögliche nun, dass jedes Fest im öffentlichen Raum von einigen wenigen Gegnern verhindert werden könne. (fra)“

Kommentar: „Wer definiert in dieser Stadt, was im öffentlichen Interesse ist und was nicht?“. Grundsätzlich eine gute Frage, Herr Hupke. Schade nur, dass wieder einmal von „einigen wenigen Gegnern“ gesprochen wird, sind es doch insgesamt bis heute weit mehr über 1.500 Unterzeichner der Petition „Wem gehört die Südstadt“. Es mag nicht jede Unterschrift zählen, weil sie unleserlich ist oder die Person nicht im Veranstaltungsraum wohnt. Aber es sind und bleiben mehr als „einige wenige Gegner“. Warum das unter anderem von Herrn Hupke und seiner Partei seit 4 Monaten weder wahr- noch ernstgenommen wurde und wird, bleibt merkwürdig.